Buchrezension: Ein Mann ist keine Altersvorsorge

Ein Aufruf der Autorinnen an die Frauen, die Notwendigkeit ihrer finanziellen Unabhängigkeit zu erkennen und darauf aufbauend zu handeln. Dazu gehört es, die persönliche Situation realistisch einzuschätzen und die Finanzen selbst in die Hand zu nehmen.

Für alle, die sich schon länger mit der Fragestellung zur Altersvorsorge von Frauen und den Ursachen der Altersarmut insbesondere bei Frauen beschäftigen keine Neuigkeiten, aber dennoch eine sehr gute Zusammenfassung und anschauliche Aufbereitung. Kurze Beispiele aus Lebenssituationen von Frauen machen klar, was passiert, wenn sie sich auf einen „Versorger“ verlassen.

Die Konsequenzen aus getroffenen Entscheidungen werden sichtbar. Für junge Frauen, die ins Berufsleben starten sehr zu empfehlen, um einschätzen zu können, auf was sie sich einlassen. Auf den Punkt gebracht, welche Entscheidungen zur Berufstätigkeit, Erziehungs- und Pflegezeiten (Auszeiten) sowie Steuermodellen zu welchen finanziellen Konsequenzen im Alter führen können.

Ein notwendiger Wandel in Deutschland sowohl politisch als auch gesellschaftlich wird sichtbar, denn auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die finanzielle Anreize für das „Versorgermodell“ schaffen, werden unter die Lupe genommen. Ein Blick zu unseren europäischen Nachbarn z.B. Frankreich oder Schweden zeigt, wie es auch gehen könnte.

Helma Sick, Renate Schmidt: Ein Mann ist keine Altersvorsorge, 2. Auflage, Kösel-Verlag, 2015

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